Lightningsoul

Apple iPad 4 Mini Testbericht

Nach langer Zeit der Apple-Abstinenz kaufte ich im April 2016 mal wieder ein iOS-Gerät, namentlich das iPad 4 Mini. Mein letztes Gerät der Firma mit dem Apfel war ein iPod Nano, welchen ich mir ungefähr im Jahr 2006 zulegte. Damals wusste ich allerdings noch nicht, dass man nicht einfach seine MP3s von der Festplatte auf das Gerät ziehen konnte, sondern auf die zu diesem Zeitpunkt eher fragwürdig funktionierende Anwendung iTunes zurückgreifen musste. Als ich dann aber eine relativ schlanke .EXE Anwendung fand, die ich mir einfach auf den Nano zog und mir dieses Feature bot, war ich relativ zufrieden mit dem Gerät – bis auf ein paar Abstürze.

Aus beruflichen Gründen benötigte ich ein iOS-Testgerät zum Entwickeln von iOS-Apps und zum Einarbeiten in die Funktionsweise von Apples Betriebssystem. Zunächst einmal sollte auf jeden Fall die aktuelle Version von iOS darauf laufen, was nicht unbedingt bei jedem Apple Gerät selbstverständlich ist, denn häufig wird der Support für die Endgeräte nach einigen Jahren eingestellt bzw. aus Kompatibilitätsgründen (zu schwache Hardware) ist eine Installation der aktuellen Software nicht mehr möglich.

Da Apple generell eher im hochpreisigen Segment anzutreffen ist, überlegte ich nun welches Gerät denn für etwas weniger Geld zu erhalten wäre. Im Bereich der Hardware, die den Anforderungen entsprach befanden sich von iPhone 4 bis 6s und iPad Pro bis Mini so ziemlich alle Geräte. Die Preise für das iPhone 6 waren mir allerdings zu hoch und ich fand auch das Design eher schwach im Vergleich zum neuen Galaxy S7 Edge – vor allem das kleinere Display störte mich. Ein iPad kostete ca. 450,- € aufwärts, wobei man mindestens 100,- € mehr zahlen muss, wenn man eine Simkarte nutzen möchte (Cellular bzw. LTE heißt das Gerät dann im Zusatz). Auch den Speicher lässt sich Apple fürstlich endlohnen, so kostet zum Beispiel die 32 GB Version des iPad 4 Mini ungefähr 90,- € mehr als die kleinere 16er. Eine zusätzliche Speicherkarte in Form von microSD oder ähnliches kann man übrigens nicht einbauen!

Nach einigem Überlegen fiel meine Wahl auf das iPad 4 Mini, da ich eher ein etwas kleineres Gerät für ein bisschen weniger Geld kaufen wollte, um dies auch mal in der Jackentasche mitzunehmen und ich außerdem keine Notwendigkeit sah in extrem hohe Performance zu investieren (iPad Pro). Nun war noch die Frage zu klären, ob es die reine WiFi (W-Lan ohne Simkarte) oder doch eher ein Tablet mit Vertrag sein sollte. Im Preis drückte sich das in Form von 120,- € zusätzlich aus. Da ich das Gerät im Internet für ca. 363,- € fand und es bei Saturn nur 369,- € kostete, was ungefähr dem niedrigeren Preis mit Porto entsprochen hätte, machte ich mich auf den Weg zum Saturn in München.

Dort angekommen schaute ich mir nochmals alle möglichen Geräte an und ließ mich bei Mobilcom-Debitel über reine Datenverträge zum mobilen Surfen beraten. Glücklicherweise war der Mitarbeiter erstaunlich gut informiert und hilfsbereit. Er schlug Kati (meiner Freundin, die mich begleitete) sogar vor ihren zu teuren Mobilcom-Debitel Vertrag für sie zu kündigen, damit sie sich in einigen Monaten einen neuen günstigeren Vertrag machen könne – Daumen hoch dafür!

Die Mobilfunk-Angebote seitens Mobilcom-Debitel reichten von 1 GB Traffic bis 15 GB und variierten im Preis zwischen 4,99 € und irgendwas um die 60,- € und jeweils bekam man einen Einkaufsgutschein. Sofort wies der Verkäufer mich auf das günstigste Angebot hin:
3 GB Traffic für 9,99 € monatlich (nur die ersten 24 Monate, danach 19,99€ !) und inklusive einem 200,- € Einkaufsgutschein für Saturn.
Rechnet man das gegen erhält man Kosten in Höhe von 39,76 € für den Vertrag, was monatlich schlappe 1,66 € bedeutet für sagenhafte 3 GB Traffic!

Als ich überlegte mir den nächsthöheren Vertrag zu holen (6 GB mit 380,- € Gutschein für 24,99 €) wies mich der nette Mitarbeiter sogar darauf hin, dass es sinnvoller wäre zweimal den kleineren Vertrag abzuschließen (2 * 3 GB und 2 * 200,- € Gutschein für 19,98 €). Wow!

Sobald alle Vertragsmodalitäten geklärt waren (dauerte leider etwas länger, aber man konnte sich so lange nett mit dem Saturnangestellten unterhalten) begab ich mich also zum Apple Stand und orderte das iPad 4 Mini in Spacegrey mit 16 GB Speicher und als Cellular-Variante – eine Bestellung bei Starbucks könnte kaum komplizierter klingen. Die Kasse durchliefen wir schnell und im Ausgangsbereich wollten wir das Gerät gleich in Betrieb nehmen, um per DriveNow-App einen BMW i3 zu mieten für den Weg nach Hause.

Hier gab es aber ein Problem bei der recht langen Installation, die kein Überspringen bzw. einen Abbruch genehmigte: Die Eingabe des persönlichen Kennwortes zum Entsperren des Gerätes nachdem man seinen Fingerprint im Home-Button verewigte nahm keinerlei Eingaben entgegen. Das Gerät war nicht wirklich eingefroren, aber es handelte sich um den ersten Bug in meiner noch so jungen iPad Erfahrung. Also wieder zurück in den Markt und am Apple-Stand einen anderen netten Mitarbeiter gefragt, der meinte: "Komisch, have you tried turning it off and on again?" (der bekannte Satz aus der TV-Serie IT Crowd, der besagt: "Haben Sie versucht es aus- und wieder einzuschalten?")

Natürlich haben die zwei Informatiker-Genies das vergessen, also startete der Mitarbeiter das Gerät neu und danach funktionierte die Installation fast reibungslos. Lediglich bei der gefühlt fünfzehnten Abfrage meines Passwortes im Apple-Store kam ich mir im wahrsten Sinne des Wortes leicht veräppelt vor. Insgesamt wirkte die Installation auf mich viel zu lang und es wurden immer wieder dieselben Daten von mir verlangt und aufgrunddessen, dass meine SIM-Karte gelockt war und ich nur auf das Saturn-Netz mit restriktiver Firewall zurückgreifen konnte, gab es diverse Probleme beim Installieren von Apps. Warum das iPad mir nicht anbot die SIM-Karte mit meinem PIN zu entsperren, bleibt mir ein Rätsel – dies muss der Benutzer selbst in den Einstellungen erledigen – benutzerfreundliche GUI sieht im Jahr 2016 meines Erachtens nach anders aus. Insgesamt waren auch viele der Grundinstallationseinstellungen eher wenig intuitiv – so musste man beispielsweise um eine zweite E-Mail Adresse hinzuzufügen in der E-Mail Anwendung diese verlassen und in Einstellungen unter Mail, Kontakte, Kalender wechseln, um dies dort zu erledigen. Ein direkter Verweis von der E-Mail App dorthin wäre mehr als nur angebracht gewesen, da ich dies ohne Google zu benutzen wahrscheinlich erst nach Wochen selbst herausgefunden hätte.

Insgesamt bin ich aber recht zufrieden mit dem Gerät, die Apps öffnen sich wahnsinnig schnell, die Toucheingaben funktionieren ohne Probleme und das Entsperren per Fingerabdruck auf dem Home-Button ist eine sehr schnelle Lösung, die bisher ohne die kleinste Verzögerung funktionierte. Einzig und allein die App für Googles Chrome arbeitet bei mir eher merkwürdig. So werden zum Beispiel YouTube-Videos (YouTube ist auch Google!) beim Druck auf die Vollbildfunktion nur halbgar in Vollbild angezeigt, da man immer noch die Leiste des Chromes oben sieht.

Wir sind also zufrieden mit unserem gemieteten i3 zu Hause angekommen und verwenden das iPad 4 Mini noch immer. Jetzt bei DriveNow registrieren und 15 Freiminuten erhalten!

Dieser Artikel wird bei Bedarf ergänzt, das Gerät war zum Zeitpunkt des oben Geschriebenen ca. 5 Stunden im Einsatz.

Update 14.04.2016: Zum einfachen Schaufeln von YouTube-Videos, Office Dateien (PDF etc.) und allen anderen Files empfehlen wir CopyTrans Manager.

In diesem Artikel wird die Datenrettung von Apples iPad nach iOS Update oder bei anderen Umständen beschrieben.