Santander Consumer Bank nimmt sich frei

Vor kurzem wurde in München mein bei der Santander Consumer Bank finanziertes Auto zu Schrott gefahren. Nun rief ich die Bank an, damit sie die Zulassung an die Zulassungsbehörde schickt und man wollte von mir die Daten des Unfalls haben. Hier ist das Gespräch in Kurzform: 

"Guten Tag, haben Sie die Daten des Unfalls?"

"Hallo, ja die habe ich." (Anm.: Ich hatte die Versicherung, das Kennzeichen und die Schadensnummer)

"Dann teilen Sie mir bitte den Namen des Unfallverursachers mit."

"Moment, den habe ich nicht?!"

"Dann das Kennzeichen."

"M-B* ****"

"Ok, welche Versicherung hat der Unfallverursacher."

"Das ist die Allianz in Berlin."

"Welche Adresse hat die Allianz in Berlin?"

"Moment, das muss ich erst nachschauen, die weiß ich nicht aus dem Kopf."

"Ich dachte sie hätten die Daten?"

"Ja, ich habe Daten, aber nicht das gesammelte Wissen des Internets in meinem Kopf gespeichert - die Adresse können sie doch eigentlich selbst nachschauen!?"

"Dann gucken sie nach und rufen sie mich an, wenn sie die Daten zusammen haben." 

Nach einiger Diskussion wollte die Dame mich nicht mit ihrem Vorgesetzten verbinden. Ich sollte also 30 Minuten investieren, um Daten zusammen zu suchen, wobei ich nicht mal genau wusste, welche Daten sie alles meinte, nur um dann noch einmal 15 Minuten in der Wartschleife zu sitzen, einen anderen Sachbearbeiter zugeteilt zu bekommen, um diesem wiederum die ganze Geschichte von vorne zu erzählen

Das nennt sich doch mal prima Kundenservice. Wer zahlt mir eigentlich meine Arbeitszeit? 

Finger weg von der Santander Consumer Bank solange sie die Kunden derart als unbezahlte Sklaven einbindet. Da fragt man sich wirklich wofür man eigentlich überhaupt etwas zahlt. Bestimmt nicht für die netten Telefongespräche... 

Natürlich stelle ich der Santander auch eine Rechnung aus für jeden Tag, den die Abmeldung jetzt länger dauert - Vollkasko ist ja nicht billig!

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