Lightningsoul

Britainné – eine Chatgeschichte

Kati
erzählst du mir ne gute nacht geschichte? 

Joey
Es war einmal ein kleines Mädchen. Ihr Name war Britainné. 

Kati
hihihi 

Joey
Sie musste jeden Tag zum Markt, um Essen für Ihre Familie zu besorgen. 

Kati
ohhhh 

Joey
Eines langen Tages, nachdem sie auch noch am Markt gearbeitet hat, um ihre Familie zu versorgen, begab sie sich auf den Nachhauseweg. 

Kati
scheeee 

Joey
Dafür musste sie durch einen dunklen, finsteren Wald gehen. Ohne Licht, denn das war zu teuer. 

Kati
ohooooo 

Joey
Sie schlenderte also immer noch gut gelaunt durch den pechschwarzen Wald. 

Kati
brrrrr 

Joey
Dazu sang sie Kinderlieder, die ihre kranke Mama ihr früher immer vorgesungen hat: "Was singt der Fuchs, was singt der Fuchs, keiner weiß was singt der Fuchs." 

Kati
tralala 

Joey
Plötzlich raschelte es im Gebüsch neben ihr. 

Kati
ahhh 

Joey
Sie aber hatte keine Angst und stellte sich einfach vor es sei ein Hase. 

Kati
aaaha 

Joey
Sie schlenderte weiter über den holprigen Weg in Richtung des Mondes, wo ihr zuhause lag. Ein wenig später an einem großen Baum vorbeilaufend, raschelte es wieder hinter ihr. 

Kati
(wehe mir wird nachher vorgeworfen ich würde nicht an den richtigen stelen reagieren) 

Joey
Sie sah sich kurz um, konnte aber nur einen kleinen Schatten erkennen. 

Kati
ahhhhhh 

Joey
Der verschwand aber auch direkt wieder im dunklen Einerlei des grünschwarzen Meeres an Tannen und Ästen, Laub und Gräsern. 

Kati
gruuuselig! 

Joey
Britainné ging weiter ... 

Kati
jajaja? spannung!! 

Joey
DOCH PLÖTZLICH SICH AUS DEN DUNKLEN WURZELN ERHEBEND MIT UNSAGBAR KRÄCHZENDEM GESCHREI SCHOSS EIN KLEINER GRÜNER ZWERG HERVOR! 

Kati
wooooohow 

Joey
Britainné aber erschrak nicht einmal. 

Kati
ts! 

Joey
Der Zwerg, oder was auch immer es war, schien verdutzt. 

Kati
hmmm? 

Joey
"Sag mal, fürchtest du dich nicht?" 

Kati
nöööö 

Joey
"Nein, warum?", entgegnete sie. 

Kati
hihi 

Joey
"Weil du hier ganz allein nachts durch den Schauerwald läufst." "Das ist mir egal." 

Kati
uhhhhh 

Joey
"Egal?" "Ja, egal!" Nun war der kleine Grünling noch verdutzter. 

Kati
haha 

Joey
"Dir ist also egal, wenn ich dich gleich fresse?" "Das machst du ja doch nicht!" 

Kati
holla! 

Joey
"Woher willst du das wissen?", fragte der grüne Winzling mit verblüffter Miene. "Weil ich das eben weiß!", entgegnete sie trotzig. 

Kati
hmhm? 

Joey
"Du weißt also, dass dir hier keine Gefahr droht?" 

Joey
"Nein, aber es wäre mir egal. Wenn du mich fressen willst, dann friss mich. Ich schmecke sicherlich ganz gut." Nun war der Zwerg völlig irritiert. 

Kati
lol 

Joey
Er musste sich kurz sammeln, drehte sich einmal um die eigene Achse und fauchte wie ein Löwe in Richtung des kleinen Mädchens. Doch sie stand da wie zuvor und grinste fröhlich drein. 

Kati
alle achtung! 

Joey
Da lies der Grünling ab von seinem Plan das Mädchen zu erschrecken und erzählte ihr was er wirklich für einer ist. "Ich bin ein Kobold." 

Kati
ahaaa 

Joey
"Ach?", fragte Britainné irritiert. "Ja, ich erfülle Wünsche." "Du machst was?" "Ich erfülle Wanderern, die mich sehen, Wünsche!" 

Kati
uiiii 

Joey
"Wem hast du denn schon alles Wünsche erfüllt?", fragte sie neugierig. "Niemandem." 

Kati
ohhhh 

Joey
"Warum denn niemandem?" "Weil sich alle vor mir fürchten." "Warum fürchten sich alle vor dir?" 

Kati
das is ja traurig! 

Joey
"Weil ich nur nachts rauskomme und die Wanderer Angst im Dunkeln haben." 

Kati
ah! 

Joey
"Und weil du sie erschreckst?", entgegnte Britainné. 

Kati
hihi 

Joey
"Nein! Das mache ich erst, seit ich gemerkt habe, dass sowieso niemand stehen bleibt!" "Das ist ja traurig!" 

Kati
mhmhm 

Joey
"Ich weiß." 

Kati
:`( 

Joey
"Wünschst du dir denn was?", fragte der Kobold wie ein Anfänger des Wunscherfüllengeschäftes. 

Kati
looool 

Joey
"Ich weiß nicht. Wer sagt mir, dass ich dir vertrauen kann?" "Niemand, aber ich habe dich noch nicht gefressen, oder?" 

Kati
gute frage! 

Joey
"Ich wünsche mir, dass meine Mama wieder gesund wird. Dass mein Papa aus dem Krieg wohlerhalten zurückkehrt und, dass mein Schwesterchen wieder sehen und hören kann!" 

Kati
ohhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh 

Joey
"Das sind aber viele Wünsche auf einmal... und alle nur für Andere. Wünschst du dir denn nichts für dich?" "Das sind alles Wünsche für mich, siehst du das nicht?" 

Joey
"Doch du hast recht. Diese Einsamkeit hat mich nicht gelehrt wie es ist für Andere etwas zu empfinden." "Und erfüllst du meine Wünsche jetzt?" 

Kati
biiiteee! 

Joey
Und plötzlich war kein Kobold mehr zu sehen. Wie ein nebeliger Traum verschwand er vor ihren Augen. 

Kati
neeeein! 

Joey
Sie konnte ihm nicht folgen oder ihn fassen. Sie konnte nicht sehen wo er hin war. Und sie hatte keine Ahnung, ob es ihn überhaupt gegeben hatte. 

Kati
neiheihein! 

Joey
Sie ging nun nach hause und wurde bereits sehnlichst von ihrer Mutter erwartet. "Mein Kind, wo warst du denn so lang? Ich habe mir Sorgen gemacht!" "Ich... ich... habe noch etwas länger arbeiten müssen, damit es für alles reicht, Mama." 

Kati
ohh 

Joey
"Du armes kleines, musstest du jetzt allein im Dunklen Wald nach Hause finden?" "Ja, aber das macht nichts, ich fürchte mich nicht!" 

Kati
jaha!! 

Joey
"Ich weiß mein Schatz, aber es tut mir Leid, dass ich dich nicht abgeholt habe", sprach ihre Mama und drückte Britainné fest an sich. 

Kati
mmmmmh 

Joey
PLÖTZLICH POLTERTE ES AN DER TÜRE. 

Kati
AAAAAH 

Joey
"Wer ist das?", fragte die Mutter. Doch es kam keine Antwort. 

Kati
oh je! 

Joey
Britainné hatte ein mulmiges Gefühl im Bauch. Musste sie doch an den Kobold denken und ob er vielleicht doch real gewesen sein könnte. 

Kati
und böse! 

Joey
Die Mutter fasste ihre letzte Kraft und schleppte sich zur Türe. Ängstlich umschlossen ihre schwachen Finger den Türgriff und sie stemmte sich mit ihrem ganzen Gewicht, die Tür mit einem Ruck zu öffnen. 

Kati
ohoh 

Joey
Draußen stand ein gutaussehender, starker dunkler Typ von einem Mann. 

Kati
der joey! 

Joey
Britainné konnte seine Figur nur erahnen, da die Hütte, in der sie lebten, nicht sehr gut beleuchtet war. Doch sie erkannte sofort, dass es nur ihr Vater sein könne. Sie rannte wie vom Blitz getroffen auf ihn zu und sprang ihm in die Arme. "PAPA!" 

Kati
ahhh 

Joey
"BRITAINNÉ!" 

Kati
hihi 

Joey
"Ich habe dich vermisst." "Ich dich auch Kleines!" Nun schloss auch die Mutter zu der engen Umarmung auf und fügte sich ein. 

Kati
gleich wein ich!!! 

Joey
Die glückliche Familie war nun wieder vereint. Plötzlich knarrte es hinter den Dreien. Es öffnete sich eine kleine Türe im hintersten Eckchen der Hütte. 

Kati
hööö? 

Joey
Dort stand ein noch kleineres Mädchen als Britainné es war. "Papa?" Rief es aus dem dunklen Eck. 

Kati
haaa! 

Joey
"Parí, was machst du denn da. Wie hast du die Türe gefunden?", fragte ihre Mama. "Ich weiß nicht, sie war plötzlich vor mir, ich griff sie und öffnete sie. Ich wollte zu meinem Papa..." 

Joey
Da schrien alle auf: "DU KANNST UNS HÖREN???" 

Kati
und sehen! 

Joey
"Ja.", antworte sie verdutzt. "Das ist der schönste Tag in meinem Leben.", sinnierte die Mutter. 

Kati
jaaa! 

Joey
Die drei rasten auf das kleine Mädchen zu, packten und umarmten sie als wäre es das letzte Mal, dass dies möglich wäre. Die Mutter hob sie empor und tanzte mit ihr wie nie zuvor. 

Kati
oh gott!! is das schön!! 

Joey
Britainné war verdutzt: "Mama, was ist mit dir? Hast du keine Schmerzen mehr?" 

Kati
kooobold!! 

Joey
"Nein, das ist der beste Tag in meinem Leben, ich werde mir keinen weiteren Tag von meinen Schmerzen verderben lassen." Und damit fing die Geschichte an. 

Kati
ohhhhh das ist die schönste geschichte die ich je gehört hab!! 

Kati
(direkt nach unserer persönlichen natürlich) 

Joey
haha

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