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Warum macht Destiny 2 nicht so süchtig wie sein Vorgänger

Destiny 2 Testbericht von Lightningsoul

Ich bin keiner dieser "früher war alles besser"-Sager, allerdings muss auch ich mal meinen Senf zum Destinyableger Nummer 2 sagen. Einige werden es vielleicht auch schon am Contentmangel gemerkt haben, denn ich bin wie viele andere Destiny 1 Spieler nicht gerade begeistert vom neuen Destiny. Dieser Artikel wird alle Fakten beleuchten und sich mit dem bisherigen Stand des Spiels, soweit ich es gespielt habe auseinandersetzen. Zurzeit bin ich übrigens ca. Level 18 (PC) und Level 20 (XBOX One) – für mehr fehlte mir die Zeit, aber vor allem auch die Lust. Warum dies so ist, erfahrt ihr hier ...

Die Story

Im Prinzip kann man gegen die Story wenig sagen, sie ist nicht wirklich besser oder schlechter als im ersten Teil. An manchen Stellen, so z.B. der Einführungsphase und insbesondere dem Wegfall aller Fähigkeiten ist sie sogar leicht stärker als die des ersten Teils. Wenngleich auch hier wieder einige Möglichkeiten liegen gelassen wurden seitens der Entwickler (wohl aus Zeitmangel). Zum Beispiel wird einem ständig suggeriert, dass man mit den alten Bekannten wie Cayde, Ikora Rey oder Zavala den ganz großen Angriff unternimmt. Häufig tauchen diese aber nur in Zwischensequenzen auf, das ist bedauerlich. Wenn sie denn doch mal im Spiel auftauchen, ist es leider wieder so, dass man nicht wirklich interagieren kann. Dies merkt man z.B. in der Szene, in der Cayde seine Goldene Kanone zündet und man vorher bereits auf die Gegner schießt – sie scheinen immun zu sein für den Spieler.

Der ganz große Durchbruch ist also auch mit dieser Episode zu Destiny nicht drin. Dies hatte aber eigentlich auch niemand erwartet, war die Story im ersten Teil doch auch nur Beiwerk zum dann großartigen Endgame und Schmelztiegel.

Das Endgame

Kommen wir auch gleich zu selbigem, dem "Endspiel", das ich noch nicht so wirklich erreicht habe. Zwar kann man mir nun vorwerfen die Tücher zu früh in den Hund geworfen zu haben (oder so ähnlich ging das Sprichwort doch, oder?), aber ganz im Ernst: Ich möchte nicht schon wieder 200 Strikes spielen müssen, um irgendwie über Level 20 auf einen Lichtwert zu kommen, der dann für Dämmerungsstrike und Raid reichen würde. Genau dieses Versprechen hatte Bungie doch vorab gegeben: "Die Zeit der Spieler wird mehr geschätzt mit Destiny 2."
Davon merke ich leider nur wenig und wenn dann genau bei den falschen Elementen ("Exotisch, jetzt schon", aber dazu später mehr ...) – das wäre eine dringende und wirklich sinnvolle Änderung gewesen, da Spieler hier zu lang im schlechtesten Teil des Spiels festhängen. Denn mal ehrlich, wer möchte Strikes spielen, die keine wirkliche Geschichte erzählen und dabei immer wieder dasselbe tun, ohne dass es wirklich anspruchsvoll ist oder gar Teamarbeit erfordern würde?

Das Gameplay

Hierzu braucht man nicht viel zu sagen. Im Prinzip passt nahezu alles wie auch bei Teil 1 von Destiny. Was mir leider überhaupt nicht gefällt, ist die Waffenauswahl. Insbesondere das Verschieben von allen Spezialwaffen aus dem ersten Teil in den Power-Slot oder wie er vorher hieß Schwere Waffen Slot, taugt mir leider nicht. Es ist einfach völlig egal, ob man nun im Primärslot ein Impulsgewehr und im Sekundären eine Pistole hält oder umgekehrt. Nun kann man zwar auch zwei Scoutgewehre ausrüsten, aber wem bringt das was? Soetwas wäre höchstens mal zum Ausprobieren in einem Hexenkessel artigen Modus interessant gewesen. Insbesondere im PVP stören mich die gemachten Änderungen immens, aber auch hierzu später mehr ...

Der Schmelztiegel

Kommen wir nun zu meinem ehemaligen Lieblingsmodus. Ehemalig? Ja, tatsächlich kann man den PVP Modus in Destiny 2 nicht mehr zu diesem zählen. Die Gründe sind zahllos, aber wir gehen am besten nur auf die größten Schnitzer ein:
Kein 6vs6 in Destiny 2 – ja, das stimmt. Es mag einem absurd erscheinen, aber der zweite Teil von Bungies Spiel beschneidet die Spielerbasis von ehemals maximal 12 Spielern auf acht, und zwar in allen Modi. Diese Entscheidung mag einem ähnlich klug erscheinen wie DeeJ zum größten Trials of Osiris König aller Zeiten zu ernennen oder MontanaBlack zum Familienminister zu wählen, eventuell sogar Donald Trump als rücksichtvsollen Gentleman zu bezeichnen. Aber seien wir mal ehrlich: Wenn man nicht mehr sein Super zünden kann und mindestens (!) sechs Gegner findet – ich hatte insgeheim auf ein Acht gegen Acht gehofft – kann man sich doch gar nicht mehr so richtig freuen. Die Triumphe, die man früher sammeln konnte (7 Kills in Serie), sollen nun nicht mehr möglich sein? Eisenbanner nur noch im Vier gegen Vier? Nicht, dass ich die überschwängliche Party mit fünf redefreudigen Leute vermissen würde, die man regelmäßig im Eisenbanner hatte, aber das ganze Spielerlebnis war im 6on6 einfach deutlich besser, dynamischer und für mich am wichtigsten: Die Action war am größten!

Super ist gar nicht mehr so super – naja, irgendwie ist es schon besser als alle anderen Fähigkeiten, aber die Abwechslung wurde ordentlich rausgeprügelt. So spielen sich nahezu alle Super quasi identisch. Sogar die Chaosfaust, eine ehemals unerschütterliche Antiwaffe gegen alles und jeden, besitzt nun einen Zeitstempel und man kann beliebig oft darümwüten in diesem, aber eben mit deutlich weniger Wumms. Das Flammenschwert des Sonnensängers und der Klingentänzer spielen sich nahezu identisch wie Hammer von Sol – ja, dieser Witz ist uns "zum Glück" erhalten geblieben.

Spezialwaffen sind nun gar nicht mehr so "spezial" – wie schon weiter oben im Absatz Gameplay erwähnt, sind die Spezialwaffen quasi zur zweiten Primärwaffe umgewandelt worden. Man darf mich nun prügeln und schimpfen wie es beliebt, aber ehrlich gesagt war meiner Meinung nach die beste Meta, die die am meisten von der Spielerschaft kritisiert wurde. Nämlich die, als man jede Waffe spielen konnte. Damals haben es viele vorgezogen mit Sniper oder Schrotflinte zu spielen und gingen so den anderen ordentlich auf den Keks. Wenn man aber halbwegs gut war, konnte man diese Camper und Rusher relativ gut im Zaum halten. Vor allem aber für Trials of Osiris war es ungleich besser als später zu Zeiten des Special Ammo Patches als die Spezialmuniton plötzlich das Gold von Destiny war. Insbesondere freute ich mich auf die Sniperduelle am PC, aber so selten wie man die Powermuni bekommt, so schnell ist sie auch wieder weg. Mit sieben Schuss kommt man leider auch nicht wirklich dazu sich einzuspielen und so landet die Munition meistens in der nächsten Goldenen Kanone oder Novabombe und man gibt lieber direkt auf sich neue zu besorgen, da der Frust hier einfach zu groß ist. Was bleibt ist das Herumlaufen mit zwei Primärwaffen, die sich kaum unterscheiden und Fähigkeiten, die kaum etwas bringen. So kann man nun nicht mehr so toll ausweichen als Jäger, das Schild des Titanen ist zwar nett, aber im PVP bringt es nicht wirklich etwas, wenn die Gegner gut sind und der Nahkampf ist zum Nahabtasten mutiert: Man benötigt nun drei Schläge für einen Kill.

Ach ja, 4vs4 ist das maximum – nur um das nochmal zu erwähnen ... und Spielmodi auswählen darf man auch nicht. Aber Bungie hat bereits Besserung gelobt und möchte zumindest das 6on6 wieder einführen. Warum man dies überhaupt entfernt hat, erschließt sich mir nicht. Meine erste Vermutung war, dass damit der Lag beseitigt werden sollte, da bei weniger Spielern natürlich auch die Verbindung etwas besser würde, aber naja.

Fazit

Alles doof? Das könnte man tatsächlich so sagen. Eine wirkliche Verbesserung kann man bei Destiny 2 (vorallem am PC) nur bei der Grafik ausmachen. Der PC Port ist generell ziemlich ordentlich umgesetzt. So gibt es keinen Lag bei der Eingabe der Maus wie zum Beispiel bei Halo (ebenfalls von Bungie). Den Raid habe ich noch nicht gesehen, aber konnte aus diversen Quellen raushören, dass er "nich so dolle" zu sein scheint. Die Prämien sind ohnehin Schabernack und warum man bereits mit Level 15 ohne etwas dafür getan zu haben exotisches Zeug bekommt, kann mir Bungie auch gerne mal bei einem Tässchen Glimmer erklären. Ich für meinen Teil werde weiter spielen, aber sicherlich lang nicht so viele Stunden reinstecken wie in Destiny 1 Zeiten.

Um es abzuschließen möchte ich an dieser Stelle Nexxoss zitieren, der in einem Livestream sagte:

"Destiny 2 ist die Weichspülerversion des Vorgängers."

Video Fazit folgt ...

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