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Was wird mit der Zweitwohnsitzsteuer bezweckt?

12.04.2018

Was soll die Zweitwohnsitzsteuer bezwecken?

Wann wird die Zweitwohnsitzsteuer fällig?

Wenn Sie in Deutschland einen Erstwohnsitz (auch Hauptwohnsitz genannt) angemeldet haben, wird in manchen Städten eine Zweitwohnsitzsteuer fällig. Dies hängt vom kommunalen Steuerrecht ab und die Erhebung wird somit von jeder Stadt selbst entschieden.

Wie hoch ist die Zweitwohnsitzsteuer?

In der Regel werden 10% von der jährlichen Nettokaltmiete fällig. Ein einfaches Beispiel: Sie zahlen monatlich 1.000 Euro Kaltmiete für Ihre Zweitwohnung. Dies macht dann 12 * 1.000 € / 10 = 1.200 € Zweitwohnsitzsteuer. Die Miete des Hauptwohnsitzes spielt dabei keine Rolle. Es ist daher zu empfehlen die günstigere Wohnung als Zweitwohnung zu deklarieren. Die Auswahl treffen Sie bei der Ummeldung im Bürgerbüro / Kreisverwaltungsreferat selbst. Fragen Sie hierzu aber Ihren Steuerberater, ob Sie dann noch die evtl. anzuwendende doppelte Haushaltsführung in Ihrer Steuererklärung geltend machen können! In jedem Fall können Sie ZWS von Ihrer Steuer abziehen.

Was nützt die Zweitwohnsitzsteuer?

Die Kommunen erhalten vom Staat für jeden angemeldeten Bewohner eine fixe Summe jährlich als Zuschuss. Dies dient dazu etwaige Verschiebungen im Schnitt auszugleichen. Etwa wenn eine Kommune sehr viele Hartz IV Empfänger beherbergt und so die Ausgaben die Einnahmen übersteigen. Aber auch wenn sehr wenig Gewerbe ansässig sind, also auch wenig Gewerbesteuer fließt. Im Prinzip bezuschusst der Staat hier die Ausgaben der Städte für Infrastruktur, Bildung, Gesundheit etc.

Warum halten wir die Zweitwohnsitzsteuer dennoch für überflüssig?

Zum einen ist es natürlich fragwürdig Personen extra zu besteuern, die bereits aus beruflichen und / oder privaten Gründen auf zwei Wohnsitze angewesen sind und zudem die Berechnung der Zweitwohnsitzsteuer an die Kaltmiete zu koppeln. Da hauptsächlich der ärmere Teil der Bevölkerung (Studenten, Niedriglöhner etc.) zur Miete wohnen müssen und gerade Pendler und duale Studenten hier benachteiligt werden, halten wir eine Abschaffung der Zweitwohnsitzsteuer für längst überfällig.

Zudem ist es unserer Meinung nach ein sinnloses Hin- und Herschieben von Geld. Im Prinzip sollen über die ZWS die Menschen dazu bewegt werden sich in einer Stadt mit Hauptwohnsitz anzumelden, damit diese mehr Geld vom Staat bekommt. Nun ist es aber sehr wahrscheinlich so, dass die Menge an Menschen, die sich in Stadt A nicht mit Hauptwohnsitz anmeldet, dafür aber in Stadt B, in etwa der Menge der Menschen entspricht, die sich in Stadt B nicht mit Hauptwohnsitz anmeldet, dafür aber in A. Um es kurz zu machen: Die Mengen gleichen sich aus. Für jeden Herr Bauer, der sich nicht in Berlin anmeldet, weil er lieber Frankfurt im Personalausweis stehen haben möchte, gibt es auch eine Frau Müller, die sich nicht in Frankfurt anmeldet, weil sie lieber Berlin dort stehen hat.

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